Lorenz Fotokalender 2010

Das ganze Jahr über sammelt das Team von Lorenz Personal Motive und Impressionen von Reisen und Unternehmungen vor Ort, um die schönsten davon jeweils in einem eigenen Lorenz-Kalender zusammenzustellen. Damit wollen wir Sie  durch das Jahr begleiten.

 

Entdecken Sie auf dieser Seite Hintergründe und zusätzliche Informationen zu den Motiven unseres Fotokalenders, die wir für das Jahr 2010 für Sie ausgewählt haben. Viel Vergnügen!

 

 

Titelbild

fotografiert von: Petra Vetter

Unser diesjähriges Titelbild entstand bei einer Wanderung zur Osternhöhle in der Nähe von Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz. Der Osterberg bietet eine geologische Besonderheit: Während das Wasser, das nach Norden, nach Lockenricht abfließt, in die Nordsee gelangt, landet das Wasser, das seinen Weg nach Trondorf sucht, im Schwarzen Meer. Wir stehen also auf einer Wasserscheide. Die Osterhöhle im Oberpfälzer Jura ist ein echter Geheimtipp. Sie ist zwar die kleinste unter den Schauhöhlen in der Region, doch eine Besichtigung wird zum echten Erlebnis, muss man sich doch bei der Führung durch das unterirdische Labyrinth allein dem Licht der Karbidlampe anvertrauen, das ein ganz eigenartiges Gefühl inmitten der Dunkelheit der Höhle entstehen lässt.

 

 

Seite 2 Vorwort

fotografiert von: Carolin Meinel

Südliche Toskana – die Maremma

Die Maremma ist eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend mit einem vielseitigen Gesicht. Sie finden eine unverbaute Küste mit Pinienhainen und langen Sandstränden am Meer, eine wilde, unberührte Natur im Küstenbereich mit Zypressenalleen und in den höher gelegenen Regionen schattige Kastanienwälder, endlose mit Eichenwald bedeckte Hügelketten, vom Tourismus unentdeckte Dörfer, einfache Bauernhäuser, eine ideale Gegend für Naturliebhaber sowie zum Wandern und Radfahren.

Die Maremma Toscana (Provinz Grosseto) erstreckt sich über 130 km Küste, entlang dem Meer bis zur Halbinsel des Monte Argentario und im Landesinneren bis zum höchsten Berg der Toskana, dem Monte Amiata. Im Norden wird die Provinz Grosseto begrenzt durch die Hügel des ehemaligen Bergbauzentrums Massa Marittima.

Die Provinz Grosseto setzt auf einen Individualtourismus, bei dem die gewachsenen Strukturen weitgehend erhalten bleiben. Agriturismo bietet hierfür die ideale Möglichkeit, dass  Gäste und  Gastgeber in einen möglichst intensiven persönlichen Kontakt miteinander treten. Die Gäste wohnen auf  "aziende agricole"; das sind Betriebe, deren Hauptstandbein die Wein- und Olivenölproduktion ist, die als Nebenerwerb ehemalige "Bauernhäuser" (Podere, Rustico) zu Ferienwohnungen bzw. Gästezimmern umgebaut haben. Ein echter Geheimtip!

 

 

 

Januar

fotografiert von: Heike Graf

Krakau ist die beliebteste Stadt Polens. Aus der ganzen Welt kommen die Touristen in die alte polnische Krönungsstadt. Von 1038 bis 1596 war Krakau Königsstadt.

Bis heute gilt die Stadt für viele Polen als wichtigstes geistiges Zentrum des Landes. Für die nationale Identität Polens hat Krakau einen ganz besonderen Stellenwert.

Krakau ist eine Stadt mit reicher Tradition und vielen Gebräuchen, das kulturelle Leben blüht und moderne Architektur steht selbstbewusst neben alten ehrwürdigen Gebäuden.  All das macht den besonderen Charme und Reiz dieser Stadt aus.

 

 

Februar

fotografiert von: Helga Lorenz

Jedes Jahr, kurz vor Weihnachten, treten wir mit dem Wohnmobil unsere Reise nach Portugal an. Eine Station dieser Reise ist die Kleinstadt  Alhame de Murcia, kurz vor Andalusien.  Gerne stehen wir dann in der nahegelegenen Sierra Espuna, einem Naturschutzgebiet, das von diversen Wildtieren und sogar Adlern bevölkert wird. Hier gefällt uns der Kontrast zwischen dem pulsierenden Leben der uns zu Füssen liegenden Stadt und der totalen Ruhe in den Bergen. Bei diesem Bild faszinierten uns die Antennen auf den Häusern, die um den besten Empfang zu ringen scheinen.

 

„Um schöne Bilder zu empfangen, muss man weit in den Äther langen".

 

 

März

fotografiert von: Monika Frenzel

Abgebildet ist eine Gompa in dem Ort Namche Bazar, aufgenommen zu Beginn meiner zweiwöchigen Trekking-Tour im Himalaya. Der höchstgelegen Handelsort Nepals  Namche Bazar liegt auf einer Höhe von 3440 m/ ü.M in der Khumbu- Region/Everest Gebiet. Hier treffen sich die Händler , die über die höhergelegenen Pässe aus Tibet und China kommen.


Was bei uns die "Kirche im Dorf" ist im buddhistischen Nepal die Gompa.(Kloster)
Die Gebetsmühlen laufen rund um das ganze Gebäude,sollen ständig in Bewegung sein, vom Betenden angestossen werden,damit mit jeder Umdrehung Mantren-Texte im Inneren  des Zylinders "rezitiert" werden . Den Gebetsstunden in der Gompa  beizuwohnen ist eine höchst meditative und für unsere mitteleuropäischen Ohren durchaus neue Erfahrung. Die Mönche in Nepal leben ausschließlich von Spenden der Bevölkerung, für die sie als Gegenleistung beten.

Bis ins letzte Jahrhundert war es per Gesetz vorgeschrieben, dass jede Familie einen Sohn ins Kloster "abgeben" musste.  Inzwischen ist es nicht mehr verbindlich , es bleibt aber eine Frage der "Ehre".  

 

 

April

fotografiert von: Thomas Schneider

Pfingsten 2009 ist mir diese Harley in den engen, verwinkelten Gassen von Limone sul Garda am westlichen Steilufer des Gardasees über den Weg gefahren. Im letzten Moment konnte ich den Biker "einfangen", bevor er mit eindrucksvollem Sound um die Ecke bog.  Wahrscheinlich war er auf dem Weg hinauf zur Gardesana occidentale, der Staatsstraße, die bis heute als Meisterwerk der Straßenbaukunst und als eine der Traumstraßen Europas gilt und sich für grandiose Touren rund um den See viel besser eignet als die engen Gassen des kleinen Fischerortes. Der Name Limone leitet sich nicht, wie oft angenommen, von den umliegenden Zitronenhainen ab, sondern vom lateinischen Wort limes (Grenze). Denn einst endete in Limone die Republik Venedig.

 

 

 

Mai

fotografiert von: Heike Graf

Auf unserer Studienreise im Juni 2008 besuchten mein Mann und ich Südpolen. Unter anderem das Schloß Fürstenstein. Ein wunderschöner Fußweg führt zum größten schlesischen Schloß, das in großartiger Lage auf steilem Felsen thront und einen romantischen Garten mit Wasserspielen besitzt.

Gerade um diese Zeit finden sich viele Hochzeitspaare ein, um sich vor dieser besonderen Kulisse fotografieren zu lassen. Das Schloß Fürstenstein befand sich bis 1945 im Besitz der Grafen von Hochberg. Gewiss erleben nicht nur Kinder ein Hochgefühl, wenn sie in diesem turm- und zinnenbewehrten Gemäuer stehen. Aus einem grauen Alltag lässt leicht abtauchen, besucht man dieses alte Schloss und dessen Gärten.

 

 

 

Juni

fotografiert von: Gabi Popp

Zisterzienserkloster in der Provence bei Senanque - Unweit der alten Vaucluse-Stadt Gordes öffnet sich das versteckte Seitental ein wenig. Die schnurgeraden Reihen des violett blühenden Lavendels führen auf das provenzalische Prunkstück romanischer Kunst zu. In sich ruhend - wie seit mehr als 850 Jahren - liegt dort die mittelalterliche Perle der Zisterzienser-Architektur. Und war die Erde auch ein Jammertal, so haben die Mönche seit dem zwölften Jahrhundert daraus doch etwas gemacht: Was das südfranzösische Klima und die mediterrane Vegetation hergaben, pflegten sie mit der gleichen Hingabe, die sie ihrem eisernen Glauben schenkten. Es waren die Zisterzienser, die nicht nur in der Provence den von den Griechen und Römern in das Land gebrachten Wein erstmals so richtig hegten und pflegten. Sie versorgten sich mit dem Öl des Olivenbaums und nutzten die Wirkstoffe des Lavendels. Auch heute noch sind es diese Produkte der Provence, mit denen sich die Mönche von Senanque ihren Unterhalt sichern. Sie bieten das alles in einem gut sortierten kleinen Laden feil.

 

 

Juli

fotografiert von: Ursula Kraus

Die Johannis-Kärwa ist eine der schönsten, wenn nicht DIE schönste Kirchweih in Nürnberg (ganz ehrlich!!) und findet traditionell immer Ende Juni statt (Johannis-Tag). Das Besondere: Sie ist eigentlich die letzte "echte" Strassen- und Stadtteil-Kirchweih in Nürnberg, die in den Johanniser Cafes, Kneipen und Biergärten mit Live-Musik, gebrannten Mandeln und Steckerlas-Fisch gefeiert wird (statt bei Blasmusik im sonst üblichen Riesen-Bierzelt). Fester Bestandteil der Johannis-Kärwa sind Ausstellungen mit Werken von Johanniser Künstlern (wie Udo Kaller und Toni Burghart), der Schausteller-Gottesdienst im Autoscooter mit anschließendem Jazz-Frühschoppen im Barockgarten, die Möglichkeit, am Kirchweih-Sonntag die Kirche zu besteigen und von oben auf die Nürnberger Burg in nächster Nähe zu schauen, Führungen über den Johannis-Friedhof und die Hesperiden-Gärten. -

 

Und meine persönliche Anekdote zu dem Bild: Seit ich ein 3-jähriger Knirps bin, schaukle ich jedes Jahr in dieser Schiffschaukel und natürlich hoch bis zum Anschlag in den Bäumen und ich freue mich jetzt noch jedes Jahr darüber wie ein Kind und vor allem darüber, dass der Besitzer so mutig ist, mich da tatsächlich noch rein zu lassen - aber er kennt mich ja lange genug und viel größer bin ich ja nicht geworden :-))

 

 

August

fotografiert von: Monika Frenzel

Blick ,während des  Himalaya-Trekkings in Nepal über den Ort Khumjung  auf den heiligen Berg, die  Ama Dablam (6856 m). Die Ama Dablam wird wegen ihrer  Form nach dem Matterhorn/Schweiz auch der zweitschönste Berg der Welt genannt.

Der Mt. Everest befindet sich übrigens in unmittelbarer Nähe (ca. 3 Tagesmärsche bis ins Basislager). Natürlich habe ich diesen nicht bestiegen, aber bis auf den Gipfel des Chukung Ri  5448 m vor der mächtigen Lothse- Südwand (8501 m ) habe ich es geschafft. 
Eine weitere Reise ist geplant.......Wenn man diese Berge, die Stimmung, die (dünne) Luft , dieses Licht einmal gesehen und gespürt  hat, lässt diese Begeisterung,
auch oder gerade wegen dieser grenzerfahrenden Anstrengung nicht mehr nach.
Gedankliche Verbindungen zur Geschäftswelt sind nicht zufällig  :-)

 

 

 

September

fotografiert von: Salvatore Giurdanella

Auf den ersten Blick zu erkennen - natürlich:

Die Toskana; sie liegt in Mittelitalien und hat ca. 3,6 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt der Region ist Florenz. Weitere wichtige Städte sind Pisa, Siena, Grosseto und Lucca.

 

Typisch für die Toskana ist die hügelige Landschaft mit Pinien, Zypressen, Olivenbäume und Weinbergen sowie weiten Feldern, wie auf diesem Foto.

 Obwohl der Herbst relativ regenreich sein kann, gehört diese Jahreszeit mit der Weinlese nach dem Trubel des Sommers zur besten Reisezeit für die Toskana.

 

 

Oktober

fotografiert von: Salvatore Giurdanella

In Kaufdorf im Gürbetal (Schweiz) befand sich bis 2009 ein verwilderter Autofriedhof mit fast 800 Oldtimern bis zurück in die 1930er Jahre. Anders als bei ähnlichen Plätzen mit verfallenden Fahrzeugen verwehrte der Betreiber der Öffentlichkeit den Zutritt, so dass die Kaufdorfer Autos nicht vandaliert wurden und, abgesehen vom natürlichen Verfall, vollständig erhalten blieben. 2008 kuratierte der Künstler Heinrich Gartentor auf diesem Gelände eine Kunstausstellung. Aus rechtlichen Gründen (Umweltschutzgesetzgebung) musste der Schrottplatz im September 2009 aufgehoben werden. 795 Wracks kamen bei der Versteigerung letztlich unter den Hammer, Der Versteigerung war ein jahrelanger Streit zwischen Franz Messerli und den Schweizer Behörden vorausgegangen, die das Ende des Autofriedhofs schließlich gerichtlich durchsetzten. Das Bild entstand am letzten Wochenende, bevor der Autofriedhof aufgelöst wurde.

 

 

November

fotografiert von: Helga Lorenz

Eine der ersten Stationen auf unserer großen Reise nach Portugal, und für uns unverzichtbar, ist ein Zwischenstop am winterlichen Gardasee ( Dafür sind wir sogar bereit, einen Umweg zu fahren). Der Ort Lazise (am Ostufer des südlichen Gardasees) mit seinen ursprünglichen Gassen ist um diese Zeit fast nur noch von Einheimischen bevölkert. Das Novembergrau des Sees gibt dann der ganzen Gegend dieses diffuse Licht.

 

„’ne Rast am See bei diesem Grau, gefällt sogar der Fahrradfrau".

 

 

Dezember

fotografiert von: Thomas Schneider

Malcesine ist der einzige größere Ort am östlichen Nordufer des Gardasees, mit 3600 Einwohnern fast schon eine kleine Stadt. Die engen Gassen der Altstadt drängen sich zur Burg hinauf. Vor einem kleinen Geschäft tummelten sich eine ganze Menge kleiner Pinocchios, eine bekannte Kinderbuchfigur des italienischen Autors Carlo Collodi. welche auf neue Spielgefährten warteten. Bekannt wurde die Figur, der in der Toskana ein ganzer Freizeitpark gewidmet ist, vor allem, als 1881 in einer italienischen Wochenzeitung unter dem Titel Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino (Abenteuer des Pinocchio: Geschichte eines Hampelmanns) die ersten kleinen Fortsetzungsgeschichten mit der Holzfigur Pinocchio erschienen.